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KÜNSTLERBIOGRAFIEN
Belén Cabanes
(Tanz, Konzertkastagnetten, Choreografie)
Belén Cabanes stammt aus Vilanova i la Geltrú
(Provinz Barcelona), wo sie heute wieder lebt. Tanzstudium
bei Rosa García und Enrique Burgos (Barcelona), sowie
am »Real Conservatorio Profesional de Danza de Madrid«,
wo sie den Titel bailarina española erhielt. Daneben
studierte sie die »Método de Castañuelas«
von Emma Maleras.
Weiterbildung auf dem Gebiet des Flamenco und des Clásico
Español bei José de la Vega, Merche Esmeralda
und Ciro. Zwei Jahre Mitglied in der »Compañía
de Baile Español Rafael Aguilar«, mit der sie
Tourneen durch die ganze Welt unternommen hat und zuletzt
die Titelrolle in der Flamencotheater-Choreographie »El
Rango« (nach »La Casa de Bernarda Alba«
von Federico García Lorca) übernahm.
1996 gründet sie, zusammen mit dem Gitarristen Andreas
Maria Germek und dem Sänger José Parrondo die
Formation »Flamenco Camerata«, mit der sie in
ganz Europa auftritt.
Heute arbeitet sie u.a. als Solistin auf dem Bereich des zeitgenössischen
Flamenco, des Clásico Español und der Konzert-Kastagnetten
(u.a. mit José de Udaeta, z.B. in der Staatsoper unter
den Linden / Berlin, der Oper von Essen und dem »Teatre
Nacional de Catalunya«).
Seit 1999 Zusammenarbeit mit dem Tänzer und Choreographen
Juan Carlos Lérida und der Kompanie »2D1«
mit dem Ziel der Fusion von Flamenco und Modern Dance.
2000 wurde sie beim »IX Certamen de Coreografía
de Danza Española y Flamenco« als beste Tänzerin
ausgezeichnet.
Seither konnte Sie bei häufigen Gastspielen in verschiedenen
Kompanien und bei Fernsehproduktionen über Tanz und Kastagnetten
ein zahlreiches Publikum für sich gewinnen.
All ihre vielfältigen Erfahrungen auf den Bereichen des
Flamencos, des Clásico Español, der Konzertkastagnetten
und des zeitgenössischen Tanzes können nun in dem
zusammen mit Andreas Maria Germek produzierten »Tiempo
de Flores« zur Geltung kommen, was in seiner Konsequenz
ein im Flamenco seltenes Tanztheater entstehen ließ.
Seit 2003 unterrichtet sie am »Instituto del Teatro«
(Hochschule für darstellende Künste) in Barcelona
und leitet dort die „spanische Abteilung“, d.h.
Flamenco, Clásico Español, Kastagnetten.
Andreas Maria Germek
(Gitarre, Komposition)
Geboren in einer österreichischen Musikerfamilie, begann
Andreas Maria Germek seine Ausbildung auf dem Gebiet der klassischen
Gitarre, u.a. bei Stepán Rak, Jürgen Hübscher
und Sonja Prunnbauer. Seit fast 20 Jahren beschäftigt
er sich mit der spanischen Gitarre und speziell dem Studium
der Flamenco-Gitarre während regelmäßiger
ausgedehnter Aufenthalte in Sevilla.
Er arbeitete unter anderem zusammen mit Manolo Marín,
Juan del Gastor, Juana Amaya, Joaquín Ruiz, Rafael
Habichuela, Toni Maya und José Parrondo. Neben Auftritten
sowohl auf solistischem, und kammermusikalischem Gebiet, als
auch im Ensemble (Flamenco), arbeitet er auch als Komponist
und Arrangeur und veröffentlicht eigene Werke.
Germek ist gefragter Workshopdozent und Referent auf Kursen
und Vorträgen zum Thema Flamenco, z.B. im Freien Musikzentrum
München, New England Conservatory (Boston, USA), The
Juilliard School (New York, USA). Es gab schon diverse Portraits
in Radiosendungen (u.a. BR, ORF).
1998 erschien die Solo-CD »rojo y negro« (Verlegt
bei »Pasarela«, Sevilla). Auf ihr enthalten ist
auch die Musik für den Tänzer und Choreographen
Juan Carlos Lérida zu seiner Choreographie »De
Ausencia«, Finalist beim »VIII Certamen de Coreografía
de Danza Española y Flamenco«, Madrid.
1996 gründet er zusammen mit der Tänzerin und Virtuosin
der Konzertkastagnetten Belén Cabanes und dem Sänger
José Parrondo die Formation »Flamenco Camerata«,
mit der er in ganz Europa auftritt, u.a. »Sibiu International
Theatre Festival« (Rumänien), »Festival Andalou«
(Saint-Jean-De-Luz / Frankreich), »Gitarrenfestspiele
Nürtingen«, »Blutenburger Konzerte«
(München), Brucknerhaus Linz (Österreich), »Festival
de la Porta Ferrada« (San Feliù, Spanien).
Das Programm »Castañuela contemporánea«
für Gitarre und Konzertkastagnetten präsentierte
er gemeinsam mit Belén Cabanes u.a. in Schweden (Julita
Festivalen), Österreich (Internationaler Musiksommer
Millstatt) und Spanien (XXI Cicle de Concerts d´Estiu,
Sitges).
Die seit 2000 bestehende Zusammenarbeit mit der Tänzerin
und Sopranistin Rachel Lynn Bowman ermöglicht es ihm
die klassische Musik und den Flamenco in einem geschlossenen
Konzertprogramm zu verwirklichen. Das aus dieser Zusammenarbeit
hervorgegangene Ensemble »noche de luna y flor«
konnte bisher auf Tourneen in den USA (u.a. Cambridge Multicultural
Arts Center / Boston, Newport Performing Arts Center / Oregon,
Reed College / Portland, Oregon) und bei zahlreichen Auftritten
in Europa (u.a. Festival Lent / Slowenien, Gasteig / München,
Festival „Tanz ist …“ / Dornbirn, Österreich)
ein begeistertes Publikum für sich gewinnen.
Seit 2002 ist er auch für den legendären spanischen
Tänzer und Kastagnettenvirtuosen José de Udaeta
als Komponist und Musiker tätig, u.a. bei den »Ludwigsburger
Schlossfestspielen« und im »Centre Cultural Caixa
Terrassa« (Barcelona).
Für das, zusammen mit Belén Cabanes produzierte
und 2003 uraufgeführte Tanztheater »Tiempo de Flores«
beschritt er neue Wege des Komponierens: Die in das Bühnengeschehen
konzeptionell und dramaturgisch eingebundenen Musik weist,
immer auf der Basis des Flamencos stehend, u.a. auch Einflüsse
aus Bereichen der zeitgenössischen klassischen Musik
auf.
Rachel Lynn Bowman
(Sopran, Tanz)
Geboren in den USA, ist Absolventin des New England Conservatory
in Boston, Massachusetts und der Juilliard School in New York
City. Sie hat an dem Ausbildungsprogramm der Central City
Opera Company in Colorado und der Des Moines Metro Opera in
Iowa teilgenommen.
Während und nach ihrem Studium trat sie als Solistin
in Städten wie New York, Philadelphia und Tacoma mit
Orchesterbegleitung auf und reiste mit ihren Liederabenden
durch die ganzen USA.
Als Stipendiatin der Juilliard School studierte sie in Madrid
spanischen Gesang (u.a. mit Miguel Zanetti), Kastagnetten
und Flamencotanz um sich schließlich immer mehr dem
Flamenco zu verschreiben, dessen Studium sie bei Tänzern
wie Joaquín Ruiz, »El Torombo«, Merche
Esmeralda, etc. in Madrid und Sevilla intensivierte. Ihre
Musikalität und ihr Verständnis des Gesanges zeichnen
sie dabei aus und ließen Sie schon bald einen neuartigen
Blick auf den Flamenco gewinnen.
1996 verlegte sie ihren Wohnsitz nach Deutschland. Als Sopranistin
widmet sie sich heute vor allem der Interpretation klassischer
Lieder mit einem Schwerpunkt auf dem Gebiet des spanischen
Repertoires. Das szenisch gestaltete Liederprogramm »Schöne
Melancholie« zusammen mit dem Gitarristen Andreas Maria
Germek zeigt sie nicht nur als Sängerin, sondern auch
als Musikerin und Tänzerin, die es versteht mit Hilfe
von Kastagnetten und des Tanzes den Bereich des klassischen
spanischen Liedes in all seinen Facetten auszuleuchten.
Durch die Gründung des Ensembles »noche de luna
y flor« zusammen mit Andreas Maria Germek wurde es ihr
möglich, ihre Fähigkeiten auf dem Gebiet der klassischen
Musik und des Flamencos in einem geschlossenen Programm zusammenzuführen.
Es dürfte einzigartig sein, die gleiche Künstlerin
in einem Konzert sowohl als Sopranistin, als auch als Flamencotänzerin
in Zusammenarbeit mit verschiedensten Musikern und Tänzern
aus beiden Bereichen agieren zu sehen.
Rachel Bowman unterrichtet Flamencotanz, Kastagnetten und
Gesang in ihrem Wohnort München. Die CD » El Mirar
de la Maja« erschien 2000.
José Parrondo
(Cante Flamenco)
José Parrondo wurde in Carmona geboren, wo er sich
schon bald an der ursprünglichen und unerschöpflichen
Quelle des Flamencos, in seiner Familie, in den traditionellen
»Tabernas«, bei »Reuniones«, mit Leidenschaft
dem »cante flamenco« hingeben konnte. Er lernte
das Schmiedehandwerk, traditionell ein Beruf, der immer sehr
eng mit den hervorragendsten Flamencokünstlern verbunden
war. In dieser Zeit schließt er sich auch einem Kreis
von Flamencoliebhabern in Carmona an und beginnt von Grund
auf, in all ihren Feinheiten die verschiedenen Stile und Formen
des Flamencogesangs zu studieren.
Ermutigt von diesem Freundeskreis beginnt er nun bei verschiedenen
»Concursos de Cante Jondo«, Wettbewerben für
Flamencogesang, teilzunehmen wobei er zahlreiche Preise von
großer Bedeutung in der Welt des Flamencos gewinnt.
So z.B. die drei ersten Preise in den drei Kategorien des
renommierten Wettbewerbs in Mairena del Alcor (die im Andenken
an den legendären Sänger Don Antonio Mairena vergeben
werden). Er erhält als besondere Auszeichnung die »Antorcha
del Cante«, eine Auszeichnung, die unter den Gewinnern
der Wettbewerbe der zehn Jahre seit Antonio Mairenas Tod vergeben
wird. Er gewinnt den ersten Preis beim »Memorial Camarón
de la Isla« in San Fernando (Cádiz), ebenso wie
diverse erste Preise bei dem »Concurso Nacional de La
Union« für folgende cantes: Minera, Cartagenera,
Cantes de Cádiz und Seguiriya. Die Vereinigung der
Peñas (Kultur- und Fördervereine für Flamenco)erkennt
ihm den »Madroño Flamenco« zu.
Er sang bei zahlreichen Festivals und Tourneen, sowohl als
Solist als auch als Mitglied von Kompanien in fast ganz Europa
(Spanien, Frankreich, Schweiz, Deutschland, Griechenland,
Österreich, Estland, Slowenien, Rumänien, Holland,
Italien, Finnland, etc.) und in den Vereinigten Staaten. Er
wirkte bei der Produktion »Chachipén« mit,
die u.a. bei der »Bienal de Arte Flamenco« in
Sevilla aufgeführt wurde.
Mit klassischen Chören hat er die »Misa Flamenco«
(Flamencomesse) in Deutschland, Finnland und Südafrika
gesungen. Er war Sänger der Produktion »Poetas
andaluces al Cante« in der über die wichtigsten
Dichter Andalusiens gesprochen und deren Gedichte rezitiert,
bzw. als Flamenco gesungen wurden. U.a. trat er damit vier
Tage in Folge im andalusischen Pavillon der EXPO 92 in Sevilla
auf.
Er ist ein regelmäßiger Gast und begehrter Sänger
bei Festivales de Cante Jondo in Andalusien und präsentiert
des öfteren Recitales in den besten Peñas Andalusiens.
Mehrere Produktionen mit dem spanischen Fernsehen (TVE), sowie
in Deutschland mit dem NDR und dem WDR.
Mehrere Plattenaufnahmen sowohl als Solist, wie auch als Gastmusiker
zeigen ihn als Repräsentanten der kraftvollen, urtümlichen
Tradition des Flamencos, was ihm die Möglichkeit gibt,
sich auch neueren Entwicklungen zu öffnen.
Seit 1996 bildet er einen wesentlichen Grundstein der Formation»Flamenco
Camerata«.
Juan Mateos
(Tanz, Percussion)
Der Tänzer und Percussionist aus Sevilla hat seine ersten
„Gehversuche“ in Richtung Flamenco auf der Straße,
in dem traditionellen Flamencoviertel „Alameda“
von Sevilla unternommen bis er sich dem Studium des Flamencotanzes
bei „El Torombo“, José Galván und
Manolo Marín widmete.
Schon in jungen Jahren tritt er in den wichtigsten Tablaos
(Flamencobühnen) Sevillas auf: z.B. „Los Gallos“,
„El Arenal“, „El Patio Andaluz“.
Seine künstlerische Entwicklung ließ Ihn nach Barcelona
übersiedeln, wo er als Tänzer und Percussionist
in dem Tablao „Los Tarantos“ engagiert ist und
mit dortigen Flamenco-Kompanien (u.a. Cía. Color) arbeitet.
Des weiteren hält er seine Zusammenarbeit mit Künstlern
und Kompanien aus Sevilla aufrecht, wie z.B. Manuela Carrasco,
El Lebrijano, Esperanza Fernández und Aurora Vargas,
mit denen er Tourneen bis nach Japan unternimmt.
Seit 2002 tritt er zusammen mit »noche de luna y flor«
auf, wo er seine ungezügelte Spontaneität und Improvisierlust
auf für ihn neuartigem Terrain ausleben kann.
Gloria Palos
(Cante Flamenco, Tanz)
Gloria Palos stammt aus einer Familie aus Cádiz, die
ihr schon in frühester Kindheit den Flamenco nahe bringt.
Später, in Barcelona, studiert sie Flamencotanz mit „El
Toleo“ und „La Chana“ bis sie in Sevilla
bei José Galván ihre Studien fortführt.
Durch die Zusammenarbeit mit Manuela Carrasco, „La Hierbagüena“
und Israel Galván, „La Macanita“, „La
Susi“ und „El Lebrijano“ konnte sie sich
auf beiden Gebieten, dem Tanz und dem Gesang weiterentwickeln
und perfektionieren.
Derzeit ist sie In dem Tablao „Los Tarantos“ in
Barcelona als Tänzerin und Sängerin im Engagement.
Ihre doppelte Begabung auf dem Gebiet des Gesanges und des
Tanzes prädestinierten Sie zur Mitarbeit bei dem Tanztheater
»Tiempo de Flores«
Jakob Schmidt
(Violoncello)
Jakob Schmidt stammt aus einer alteingesessenen Münchner
Musikerfamilie. In seiner Kindheit erhält er neben einer
intensiven musikalischen Ausbildung bei seinem Vater, viele
Eindrücke anderer künstlerisch Betätigungen.
Als 13 jähriger hat er bereits seine ersten eigenen Konzerte
als Cellist und wird als Jahrhunderttalent bezeichnet.
Er studiert Violoncello in München und konzertiert danach
mit verschiedenen Ensembles in ganz Europa, unter anderem
drei Jahre als Solocellist des »Ensemble für neue
Musik München«, und wird schließlich Solocellist
im »Amati Ensemble München«. Seine solistischen
Aufgaben lassen ihn schließlich seine Arbeit in Orchestern
aufgeben um sich intensiv seinen konzertanten Aufgaben zu
widmen.
In dieser Zeit entstehen unterschiedlichste Produktionen:
eigene Kompositionen, Fernsehaufzeichnungen, CD Produktionen,
Rundfunkaufnahmen, zahlreiche Aufführungen von Solokonzerten.
Das Verlangen noch dichter an die Wurzeln der Musik und deren
Aussage und Ausdrucksmöglichkeiten zu gelangen, bestimmen
sein Leben und seine Lebensform. Seit drei Jahren widmet er
sich so auch dem Flamenco, welchen er durch die Arbeit mit
Andreas Maria Germek in verschiedenen Ensembles in seinen
drei wichtigsten Elementen (Gesang, Tanz und Gitarre) studieren
kann. Dabei ist seine Herkunft von der klassischen Musik immer
wieder eine Bereicherung die auch den Flamenco auf vielfältige
Weise befruchten kann.
Alfonso Román
(Percussion)
Der Percussionist Alfonso Román stammt aus der andalusischen
Provinz Jaen. Er ist ein passionierter Flamencomusiker, dessen
Erfahrung sich aber auch auf den Bereich der weitläufigen
„Ethno-Musik“ erstreckt. So gehört er z.B.
zu den wenigen Flamencopercussionisten die über eine
fundierte Ausbildung auf dem Bereich der indischen Tablas
verfügen. Diese musikalische Vielfalt und sein Einfühlungsvermögen
machen die Zusammenarbeit mit Ihm zu einem inspirierenden
Erlebnis.
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