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Marinelli | Blaschke | Impuri
| Both | Kratochwil
Samstag 18.10 19.30 Uhr
Samstag 18.10 21.00 Uhr
Samstag 18.10 19.30 Uhr
SUPERAMAS
Fotoroman/choreografischer Film/Vortrag
„BODY, HISTORY, IMAGES & TOURISM“
ein Foto-Video-Roman
SUPERAMAS und Geschichte, Frankreich und Österreich,
2 Länder, ein Kind, L’Aiglon ist der Herzog von
Reichstadt, die Mutter ist Österreicherin, der Vater
ist Napoleon. Nach einem französischen Historiker starb
L’Aiglon jungfräulich. Dieser Historiker war auch
Minister unter Vichy ... gibt es da eine Verbindung? Man erzählt
von einer tiefen Verbindung des L’ Aiglon mit Fanny
Elssler – einer gefeierten Tänzerinn des neunzehnten
Jahrhunderts ... man sagt auch es hätte ein Kind gegeben
... Die Touristen drängen sich und vergegenwärtigen
diese Vergangenheit, in der Hofburg, am Heldenplatz in der
Schatzkammer, SUPERAMAS auch.
BILLY, BILLY
Ein choreografischer Film
Diese Arbeit wurde als Teil des Abends „In bester Gesellschaft“
von der österreichischen Tänzerin Milli Bitterli
im Tanzquartier Wien präsentiert, ist aber auch als Einzelstück
auf Tour. SUPERAMAS wurden von Bitterli eingeladen ein Solo
für sie zu kreieren. Ausgangspunkt war die Frage, was
man von ihr sehen kann, wenn man sie superfiziell betrachtet.
Ein choreografischer Film entstand, der Räume wie Oberflächen
behandelt und in dem sich Beziehungen ergeben, sobald der
Körper in den Bildausschnitt tritt.
(„In Billy, Billy wird eine simple Superamas-Soap so
exakt mit Szenen aus berühmten Streifen von Kubrick,
Cassavetes, Peckinpah und Almodovar unterschnitten, das sich
Video und Filme zu einem Horrortrip aus Zeitsprüngen
und Identitäts-vermischungen verbinden“. Helmut
Ploebst)
Die französisch/österreichische Performance- und
Tanzformation SUPERAMAS wird in Wien ignoriert, in Berlin
irritieren sie, in Paris respektiert und in der europäischen
Tanzhauptstadt Brüssel geliebt!
Vortrag von Dr. Helmut Ploebst
Wien (Tanzkritiker, Publizist)
SUPERAMAS – ein heißer Stern am Himmel der Tanz-Performance
von Heute. Einige einfache Bemerkungen über die zeitgenössische
Choreografie, ihre Ästhetiken und Anwendungen von Dada
bis Superamas.
Samstag 18.10 21.00 Uhr
Günter Marinelli
o körper
Idee/Inszenierung Günter Marinelli
Performance Günter Marinelli
Licht Hansjörg Fauland
Eine Koproduktion von Günter Marinelli und dem Spielboden
Dornbirn
O körper reagiert in verschärfter
Form auf die Klischees des perfekt funktionierenden Körpers
und auf eine sich krass verbreitende Event-Kultur, in der
sich Künstler immer mehr entmenschlichen, konservieren
und ersticken lassen.
Der Arbeit zugrunde liegt das Solo Raum 9.9.9. aus dem Jahr
1999, welches nach seiner Premiere beim TANZ IST Festival
international gelobt und national zu heftigen Reaktionen geführt
hat: „Wir bezahlen dafür, Tanz zu sehen und keinen
Fleischberg in einem Kühlschrank.“
Samstag 18.10 21.00 Uhr
Georg Blaschke/Atti Impuri
SiriusSteps
Idee/Choreografie Georg Blaschke, Roderich Madl
Tanz Georg Blaschke
Komposition/Electronics Richard Valentin Strauß
Lichtgestaltung Peter Thalhammer
Den Ausgangspunkt dieser Arbeit bildet das erfolgreiche Solo
der Produktion E-N-D von Pilottanzt (TANZ IST 2001), das von
Georg Blaschke bisher in zahlreichen Auftritten im In-und
Ausland gezeigt wurde. In einer vertieften Auseinandersetzung
mit dem Material entstanden neue Visionen zur Transformation.
Mythologische Traumarbeit und rituelle Prozesse stehen im
Mittelpunkt der neuen research, die gleichzeitig von der musikalischen
Neuinterpretation getragen wird. Begrenzte Raumkonstellationen
und präzise Lichtgestaltung verdichten den Tanz zu einem
suggestiven Trip.

Samstag 18.10 21.00 Uhr
Silvia Both und Martin Kratochwil
under the bridge
Konzept/Tanz Silvia Both
Musik/Darsteller Martin Kratochwil
Licht Albert Haderer
Kostüm Dagmar Kaspar
Bei under the bridge agieren Musiker (Klavier) und Tänzerin
gleichzeitig auf der Bühne. Der Ansatz der Arbeit ist
improvisatorisch geprägt, im ganzen aber mit klaren strukturellen
Vorgaben. Aus einer offenen Ausgangssituation entstehen unterschiedlichste
Stimmungen. Bilder von stark poetischer Wirkung haben ebenso
Platz wie absurde Begegnungen. Sucht man nach einem thematischen
Schwerpunkt, der sich wie ein roter Faden durch die gemeinsame
künstlerische Arbeit zieht, liegt man mit dem Begriff
Sehnsucht wahrscheinlich nicht so falsch.
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