TANZ IST im Oktober
Zeitgenössischer Tanz
11. bis 19. Oktober 03
in Kooperation mit tanzpool Wien
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Marinelli | Blaschke | Impuri | Both | Kratochwil

Samstag 18.10 19.30 Uhr
Samstag 18.10 21.00 Uhr



Samstag 18.10 19.30 Uhr

SUPERAMAS

Fotoroman/choreografischer Film/Vortrag


„BODY, HISTORY, IMAGES & TOURISM“
ein Foto-Video-Roman

SUPERAMAS und Geschichte, Frankreich und Österreich, 2 Länder, ein Kind, L’Aiglon ist der Herzog von Reichstadt, die Mutter ist Österreicherin, der Vater ist Napoleon. Nach einem französischen Historiker starb L’Aiglon jungfräulich. Dieser Historiker war auch Minister unter Vichy ... gibt es da eine Verbindung? Man erzählt von einer tiefen Verbindung des L’ Aiglon mit Fanny Elssler – einer gefeierten Tänzerinn des neunzehnten Jahrhunderts ... man sagt auch es hätte ein Kind gegeben ... Die Touristen drängen sich und vergegenwärtigen diese Vergangenheit, in der Hofburg, am Heldenplatz in der Schatzkammer, SUPERAMAS auch.

BILLY, BILLY
Ein choreografischer Film

Diese Arbeit wurde als Teil des Abends „In bester Gesellschaft“ von der österreichischen Tänzerin Milli Bitterli im Tanzquartier Wien präsentiert, ist aber auch als Einzelstück auf Tour. SUPERAMAS wurden von Bitterli eingeladen ein Solo für sie zu kreieren. Ausgangspunkt war die Frage, was man von ihr sehen kann, wenn man sie superfiziell betrachtet. Ein choreografischer Film entstand, der Räume wie Oberflächen behandelt und in dem sich Beziehungen ergeben, sobald der Körper in den Bildausschnitt tritt.

(„In Billy, Billy wird eine simple Superamas-Soap so exakt mit Szenen aus berühmten Streifen von Kubrick, Cassavetes, Peckinpah und Almodovar unterschnitten, das sich Video und Filme zu einem Horrortrip aus Zeitsprüngen und Identitäts-vermischungen verbinden“. Helmut Ploebst)

Die französisch/österreichische Performance- und Tanzformation SUPERAMAS wird in Wien ignoriert, in Berlin irritieren sie, in Paris respektiert und in der europäischen Tanzhauptstadt Brüssel geliebt!

Vortrag von Dr. Helmut Ploebst
Wien (Tanzkritiker, Publizist)

SUPERAMAS – ein heißer Stern am Himmel der Tanz-Performance von Heute. Einige einfache Bemerkungen über die zeitgenössische Choreografie, ihre Ästhetiken und Anwendungen von Dada bis Superamas.



Samstag 18.10 21.00 Uhr

Günter Marinelli
o körper

Idee/Inszenierung Günter Marinelli
Performance Günter Marinelli
Licht Hansjörg Fauland

Eine Koproduktion von Günter Marinelli und dem Spielboden Dornbirn

O körper reagiert in verschärfter Form auf die Klischees des perfekt funktionierenden Körpers und auf eine sich krass verbreitende Event-Kultur, in der sich Künstler immer mehr entmenschlichen, konservieren und ersticken lassen.

Der Arbeit zugrunde liegt das Solo Raum 9.9.9. aus dem Jahr 1999, welches nach seiner Premiere beim TANZ IST Festival international gelobt und national zu heftigen Reaktionen geführt hat: „Wir bezahlen dafür, Tanz zu sehen und keinen Fleischberg in einem Kühlschrank.“



Samstag 18.10 21.00 Uhr

Georg Blaschke/Atti Impuri

SiriusSteps

Idee/Choreografie Georg Blaschke, Roderich Madl
Tanz Georg Blaschke
Komposition/Electronics Richard Valentin Strauß
Lichtgestaltung Peter Thalhammer

Den Ausgangspunkt dieser Arbeit bildet das erfolgreiche Solo der Produktion E-N-D von Pilottanzt (TANZ IST 2001), das von Georg Blaschke bisher in zahlreichen Auftritten im In-und Ausland gezeigt wurde. In einer vertieften Auseinandersetzung mit dem Material entstanden neue Visionen zur Transformation. Mythologische Traumarbeit und rituelle Prozesse stehen im Mittelpunkt der neuen research, die gleichzeitig von der musikalischen Neuinterpretation getragen wird. Begrenzte Raumkonstellationen und präzise Lichtgestaltung verdichten den Tanz zu einem suggestiven Trip.




Samstag 18.10 21.00 Uhr

Silvia Both und Martin Kratochwil

under the bridge

Konzept/Tanz Silvia Both
Musik/Darsteller Martin Kratochwil
Licht Albert Haderer
Kostüm Dagmar Kaspar

Bei under the bridge agieren Musiker (Klavier) und Tänzerin gleichzeitig auf der Bühne. Der Ansatz der Arbeit ist improvisatorisch geprägt, im ganzen aber mit klaren strukturellen Vorgaben. Aus einer offenen Ausgangssituation entstehen unterschiedlichste Stimmungen. Bilder von stark poetischer Wirkung haben ebenso Platz wie absurde Begegnungen. Sucht man nach einem thematischen Schwerpunkt, der sich wie ein roter Faden durch die gemeinsame künstlerische Arbeit zieht, liegt man mit dem Begriff Sehnsucht wahrscheinlich nicht so falsch.